Was macht eigentlich…ein Praktikant?

Jeder kennt es: Ein Praktikanten-Job besteht daraus, Kaffee zu kochen, Dinge aufzuräumen oder auch mal sauber zu machen. Zugegeben aufräumen musste ich hier auch schon mal. Doch der Job als Social-Media-Praktikantin bei Travian Games ist mehr als nur Kaffee kochen und das tun, was andere sagen.

Begonnen hat mein Praktikum am ersten Juni 2015. Ich wusste von Social Media nur, dass es sowas gibt. Facebook und YouTube gehörte auch irgendwie dazu und ich fand es faszinierend, was man damit alles erreichen kann. Darum bewarb ich mich bei Travian. Kurz zuvor hab ich mich noch sehr verbissen in die Materie eingelesen. Ich habe mir extra ein riesen Schinken über das Thema besorgt, dass ich das Bewerbungsgespräch ja nicht versaue.

Und jetzt, beinahe ein Jahr später soll ich ein Interview darüber schreiben? Leichter gesagt als getan muss ich zugeben. Es ist nicht so, dass dieses das erste Interview in dieser Zeit ist oder war. Nur wann befragt man sich selbst schon mal?

Gut. Fangen wir an. Erste Frage:

Wie bist du zu dem Job gekommen?
Relativ einfach: Ich habe mich einfach beworben. Ich hatte den Vorteil, dass ich Grafik-Design zuvor gelernt hatte, was in manchen Punkten sehr hilfreich ist bzw. sein kann. Vor allem wenn es zum Beispiel darum geht, für eine Facebook-Aktion eine Grafik zu erstellen. Ich hatte daraufhin ein sehr nettes Bewerbungs-Gespräch mit meiner späteren Chefin. Um ehrlich zu sein hatte ich doch ein wenig Angst davor, ob ich überzeugen kann. Jedoch kam meine positive, fröhlich-frische Art scheinbar sehr gut an. Sonst wäre ich nicht hier.

Was ist eigentlich Social Media?
Um ehrlich zu sein ist das, für mich als „nur“ Praktikantin doch noch recht schwierig zu erklären. Social Media hat, wie der Name schon sagt, mit sozialen Medien zu tun wie Facebook, Twitter, YouTube oder auch Blogs. Es geht im speziellen darum, dass man mit den Menschen da draußen, seinen Fans, Usern (wie auch immer man sie nennen mag) sozial interagiert. Es geht um Informationsaustausch und die Kommunikation miteinander. Es ist nicht so, dass es eine Firma gibt, der zwar bewusst ist, dass sie Konsumenten hat, aber nichts für oder mit ihnen macht. Social Media ist praktisch das Bindeglied zwischen Firma und Fans.

Wie kann man sich den Job vorstellen? Was sind deine Aufgaben?
Gute Frage, er ist sehr spannend. Man hat sehr viel mit Menschen zu tun und mit der zwischenmenschlichen Kommunikation. Und das obwohl man nur hinter einem PC sitzt. Social Media darf man nicht als „Ja man sitzt halt da hinter einem Monitor und tippt auf der Tastatur ein freundliches ‚“Hi, wie geht’s?“ ein, “ abtun. Man muss auf Menschen eingehen können. Auch in schwierigen Situationen.
Meine Aufgaben sind sehr vielschichtig und breit gestreut. Zum einen, wie man hier sieht, schreibe ich zum Teil Blogtexte. Außerdem pflege ich den Blog. Das bedeutet, ich plane Texte, stelle sie auf den Blog und habe ein Auge auf die Kommentare.

Ich bastele Grafiken für Facebook-Aktionen, kümmere mich auch um Facebook-Content, wie zum Beispiel die Planung von Posts etc. Und ich denke mir auch in Zusammenarbeit mit einem großartigen Team größere Aktionen aus. Das bedeutet, ich schreibe manchmal mehrseitige Konzepte für eine Idee und arbeite diese aus. Zudem bin ich ein Teil des Video-/Kamerateams. Vielleicht habt ihr ja schon das ein oder andere Video gesehen?

Wie sieht ein normaler Tag für dich aus?
Ich steh auf, frühstücke etwas und mach mich dann auf den Weg ins Büro. Am Arbeitsplatz angekommen, check ich meistens erstmal die Facebook-Seiten, für die ich mitverantwortlich bin. Das heißt ich schaue nach, was an Comments und Benachrichtigungen reingekommen ist. Gegebenenfalls beantworte ich Fragen. Danach checke ich die Büro-Mails. Dann werfe ich einen Blick auf den Termin-Kalender, der bis auf Freitags ziemlich voll ist. Kaum zu glauben für eine Praktikantin? Hier ist das recht normal, was ich sehr gut finde. Man wird hier gefordert aber auch gefördert und unterstützt.
Das ist der „Daily Business“-Teil. Dann kommen die Sachen, die man erledigen muss. Wie zum Beispiel Videos bearbeiten oder Facebook-Aktionen werden vorbereitet. Tatsächlich steckt da viel Arbeit dahinter, wenn man es gescheit machen will. Erstmal muss man sich eine Aktion einfallen lassen. Dann wird im Team darüber gesprochen, ob die Idee denn so umsetzbar ist. Wenn Ja muss man natürlich das ‚Wie‘, ‚Wo‘, ‚Wann‘ und das ‚Was genau‘ ausarbeiten. Also planen, planen und nochmal planen.

Wie siehst du die Zukunft von Social Media in der Spielebranche?
Da kann ich nur für mich sprechen. Ich denke, dass die Spielebranche eine der Branchen ist, für die Social Media mitunter am wichtigsten ist. Ich denke aber auch, dass es gerade in diesem Bereich relativ einfacher ist mit Social Media zu arbeiten. Die Spielebranche bietet an sich ein sehr gutes Social-Media-Umfeld. Hier hast du nicht die typischen Sesselpupser, die auf Teufel komm raus versuchen mit ihren Kunden zu kommunizieren und sich mit irgendwelchen seltsamen Formulierungen selbst ein Bein stellen. Hier kannst du ganz normal mit Menschen kommunizieren, wie man halt mit Menschen kommuniziert.

Gibt es Unterschiede bei Social Media zwischen der Spielebranche und anderen Branchen?
Ich denke ja. Nur ist das schwierig für mich zu sagen, da man mich als Berufs-Einsteiger beschreiben sollte. Aber ich denke ja, weil es in der Spielebranche, wie ich oben schon erwähnt hatte, doch lockerer zugeht als beispielsweise in Anwaltskanzleien oder ähnlichen Umfeldern. Wir haben hier einen direkten Draht zu unseren Usern. Uns werden Fragen gestellt, Facebook-Bilder werden geliked, Blog-Artikel werden kommentiert. Alles Interaktionen auf die man in einer lockeren Branche/Atmosphäre schnell reagieren kann.

So. Das war mal ein kleiner Einblick in meinen Job-Alltag als Praktikantin bei Travian Games.

Übrigens: Kaffee musste ich bisher nur für mich kochen 🙂

One Comment on “Was macht eigentlich…ein Praktikant?

  1. Hoffe doch das man auch reichlich zum malen kommt, falls ich den “Art Inter” Praktikumsplatz bekommen sollte.? Mit menschlicher Kommunikation kann ich ebenfalls aushelfen da ich mir psychologische Kenntnisse angeeignet habe und eben durch jahrelange Berufserfahrung als Ausbilder bei der Bundeswehr (Rekruten in der allgemeinen Grundausbildung = Zivilisten zu Soldaten ausbilden).
    Mein jetziges Ziel ist es aber im künstlerischem Bereich besser zu werden, viel besser und noch viel weiter?, wofür ich auch alle erhältliche digitale Medien in Betracht ziehe (siehe Bewerbung ?).
    In dem Sinne, danke für den Einblick und mit großer Hoffnung auf eine Zusage?.

    Mit freundlichen Grüßen, Sebastian Weiß.

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