Legendär und strategisch brillant: Die Schlacht vom Teutoburger Wald

Was im Teutoburger Wald am neunten September im Jahre 9 geschah, sollte als eine der bedeutendsten Schlachten, wenn nicht der Geschichte dann sicherlich der Geschichte zwischen dem römischen Reich und den Germanen, bekannt werden. Die Geschichte, der auch als Varusschlacht bekannten Auseinandersetzung, ist eine Geschichte über Intrigen, taktischem und politischem Können und natürlich eine Geschichte über militärische Taktik und Strategie. Die Varusschlacht hatte den Tod oder die Versklavung von circa 35.000 römischen Soldaten zur Folge, während lediglich eintausend entkommen konnten. Obwohl die germanischen Stämme zahlenmäßig zwei zu eins unterlegen waren, verzeichneten diese nur minimale Verluste.

Wie schafften es die (eigentlich) nicht vereinten germanischen Kräfte den Römern eine derartige Niederlage zuzuführen?

Das Militär des Römischen Reiches war schließlich – und ist es bis heute – berühmt für seine Disziplin, seine Effizienz und überlegene Taktiken und Strategien. Darüberhinaus kontrollierte Rom einen großen Teil der bekannten Welt, während die Germanen weitaus weniger hierarchisch organisiert waren: Einzelne Stämme mit einzelnen Anführern, Armeen und eigenen Absichten.

Die Schlüsselfiguren der Geschichte sind  Publius Quinctilius Varus, der römische Statthalter in Germanien und der Cheruskerfürst Armenius, der als Kind in Rom aufwuchs und eine römische Militärausbildung genoss. Während Arminius seiner Rolle als Unterhändler Roms nachkam, und mit den germanischen Stämmen verhandelte, plante er eine Attacke, die all sein Wissen und seinen Intellekt voraussetzte:

Die Strecke, die die römischen Truppen durch den Teutoburger Wald nahmen – so viele Forscher – müssen sie zwischen einem erhöhten Waldstück bei Kalkriese, Flüssen und einem dahinterliegenden, nicht durchquerbaren Sumpfgebiet hindurch geführt haben. Durch die gebotene Enge des Gebietes konnten die Soldaten nicht wie gewohnt marschieren – sie verteilten sich auf eine größere Strecke. Die Germanen hatten sich derweil in den Wäldern oberhalb der Römer versteckt und griffen die Armee zunächst aus der Deckung mit Distanzwaffen an.

Viele Forscher sind der Meinung, dass die Varusschlacht mindestens eine symbolische Rolle bei der Entscheidung der Römer gespielt hat, nicht weiter zu versuchen, die rechtsrheinischen Gebiete zu erobern. Wir werden wohl nie genau wissen, wie groß der Einfluss dieser großen Niederlage auf die politischen Entscheidungen der Zeit war. Die Strategien und Taktiken, die den Ausgang der Schlacht bestimmten, sowie der große Unterschied in den Truppenstärken sind allerdings weiterhin eine große Inspiration für Travian: Die fiktionalen Nachkommen der involvierten Armeen sind jeden Tag in einen ewigen Konflikt auf unseren Servern verstrickt. Die Varusschlacht erinnert uns und unsere Spieler auch daran, dass ein exzellenter Plan oftmals mehr wert ist als reine Truppenstärke.

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